

01.06.2010
Von Muriel Larissa Frank
Derzeit gibt es in Bad Homburg drei Mini- und sechs Jugendfeuerwehren mit insgesamt 148 Mitgliedern. Nach dem Aktionstag am Samstag auf dem Kurhausvorplatz dürften es demnächst noch ein paar mehr werden. . .
Bad Homburg. Kegeln einmal anders – das probiert der kleine Ben am Samstagnachmittag auf dem Kurhausvorplatz. Mit einem Löschschlauch versucht er, zehn Kegel auf einmal zu treffen. Gar nicht so einfach, wie der Achtjährige feststellen muss. Die richtige Technik fehlt. Nach dem dritten Versuch fallen immerhin vier weiß-rote Kegel. «Ich bin heute zu diesem Aktionstag gekommen, weil ich spielen wollte», erklärt der Grundschüler. Die Arbeit der Feuerwehren findet Ben «sehr gut», doch selbst aktiv werden, das hat er nicht vor. Da ist er ehrlich. Stadtjugendfeuerwehrwart Timo Steul hofft dennoch anderes. «Wenn nur ein einziges Kind heute nach Hause geht und sich dann entscheidet, in die Jugendfeuerwehr einzutreten, dann hat sich unser Aktionstag schon gelohnt.»
Über Nachwuchsmangel können sich die Bad Homburger Stadtteilwehren allerdings wirklich nicht beklagen. Die drei Minifeuerwehren in Gonzenheim, Ober-Erlenbach und Dornholzhausen sind mit 44 jungen Mitgliedern gut aufgestellt.
Die sechs Jugendfeuerwehren Bad Homburg-Stadt, Dornholzhausen, Ober-Eschbach, Ober-Erlenbach, Kirdorf und Gonzenheim kennen ebenfalls keine Nachwuchsprobleme. 104 Jugendliche lernen die gängigen Feuerwehrtechniken und absolvieren Brandschutzübungen, bevor sie im Alter von 17 Jahren in die Einsatzabteilung wechseln können. Erik Reuter und Maximilian Merkel sind zwei Nachwuchsfeuerwehrmänner aus Gonzenheim. «Ich wollte schon immer das lernen, was mein Papa auch macht», erklärt Maximilian. Aus diesem Grund sei er auch schon mit sechs Jahren in die Minifeuerwehr eingetreten. Mittlerweile ist er seit fast zehn Jahren dabei.
Erik Reuter ist 16 Jahre alt und seit sechs Jahren in der Jugendfeuerwehr. Großes Vorbild war bei ihm der Opa, der viele Jahre als Feuerwehrmann in der Kurstadt aktiv war. «Die Kameradschaft untereinander ist wirklich gut», schwärmt der Schüler.
Christian Hartmann ist seit fünf Jahren in der Einsatzabteilung Dornholzhausen und hilft am Samstag am Grill. Mit zehn Jahren ist er in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Das war vor zwölf Jahren. «Damals hat mir mein Vater vorgeschlagen, ob ich nicht Lust hätte, mal bei der Feuerwehr vorbeizuschauen.» Hatte Hartmann – und ist dabei geblieben. Inzwischen unterrichtet er die Jugendlichen in der Abteilung, bringt ihnen Techniken bei. Er sagt: «Bei der Feuerwehr lernt man Mannschafts- und Teamgeist, und man kann Dinge tun, die man sonst nicht tun darf. . . »
Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse http://www.jfhg.de.
Artikel vom 01. Juni 2010, 03.24 Uhr (letzte Änderung 01. Juni 2010, 05.17 Uhr)
Quelle: www.taunus-zeitung.de
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